Die Österreicher sind wahre Schnäppchenjäger. Und mal ehrlich, wer hat nicht schon mal, z.B. nach der günstigen Armatur oder dem günstigen Duschkopf beim Diskounter gegriffen oder im Internet gekauft? Bei erster Betrachtung ist kein Unterschied zum Qualitätsprodukt aus dem Fachhandel zu erkennen, augenscheinlich ist es das gleiche Produkt, aber viel günstiger. Erst bei der Montage oder im schlimmsten Fall beim Schadensfall geht der Glanz schnell verloren.

Vor kurzem mussten wir leider wieder feststellen, dass das scheinbar Günstige, am Ende sehr, sehr teuer werden kann. Die Zusammenarbeit mit unseren langjährigen Kunden ist uns von jeher sehr wichtig, darum montierten wir ausnahmsweise die beim Diskounter gekaufte Küchenarmatur mittels professionellem Werkzeug. Obligatorisch baten wir den Kunden ein Schreiben, von der Wirtschaftskammer empfohlen, zu unterfertigen, dass wir für beigestellte Waren keine Gewährleistung übernehmen. Bereits nach wenigen Wochen kam es zum Schadensfall, der nur per Zufall im Rahmen gehalten werden konnte, da sich der Kunde Zuhause befand und rasch reagierte.
Der Diskounter teilte dem Kunden mit, dass in der Anleitung klein gedruckt auf die Montage ohne jegliches Werkzeug hingewiesen wurde. Die Krux einer solchen Montage liegt jedoch im Detail. Aus unserer Erfahrung ist es gar nicht möglich die Armatur von Hand so zu befestigen, dass sie auf Dauer dem Wasserdruck und den heißen Temperaturen standhalten kann. Darüber hinaus wurden Schrauben mitgeliefert, die nur mit einem entsprechenden Werkzeug befestigt werden können.

 

Kein Einzelfall

 

Sie denken, das war nur eine Ausnahme? Weit gefehlt. Es war einer von mehreren Fällen, wo wir Installateure gezwungen sind unsere Bereitschaft zur Erfüllung der Kundenwünsche in Frage zu stellen. Bei der Auswahl unserer Qualitätsprodukte, die wir im Standard verwenden, vertrauen wir auf zertifizierte und geprüfte Hersteller. Nur so können wir unseren Kunden ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und Langlebigkeit garantieren. Wie die Sache ausgegangen ist, würde den Textrahmen sprengen. Jedenfalls liegt ein 50 Seiten umfassendes Gutachten eines allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Sachverständigen vor und die bisher angefallenen Kosten betragen mehr als das 100-fache des vermeintlichen „Schnäppchen‘s“!

 

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